13. September 2017 - Das Königreich der Seele

 

Wenn ich meine Sinne - meine "Fenster" zur äusseren Welt - allzu unbedacht offen lasse, allzu viele äussere Einflüsse aus dem chaotischen Lärm der Welt in mich hinein lasse (Fernsehsendungen - Krimis - seichte Komödien - die surreale Welt der Politik - der Nachrichtenberichterstattung), entsteht eine gewisse Entfremdung vor mir selbst, eine innere Verwirrung, ja manchmal sogar ein Gefühl einer tiefen inneren Gespaltenheit, eine unüberbrückbare Dissonanz zwischen der "normalen" Aussenwelt und meiner eigenen inneren Realität.

 

Wenn ich in den frühen Morgenstunden mit klarem Geist meine innere Welt betrete, habe ich die Empfindung, nach Hause zu kommen. In meinem inneren Königreich der Seele fühle ich mich wohl. Hier erlebe ich Sinnhaftigkeit, Schönheit, Wahrhaftigkeit, Güte. Hier ist der Geburtsort von Friede, Freiheit und einer besseren Welt.

 

Damals am mathematisch naturwissenschaftlichen Gymnasium in Schwyz hatte ich das Gefühl, der einzige zu sein, der für das "Schöngeistige" für einen Goethe oder Gottfried Keller oder Jeremias Gotthelf ein echtes Interesse zu haben schien. In jungen Jahren haben wir Hermann Hesse entdeckt, Siddharta und mehr gelesen, Erich Fromm aufgesogen - Die Kunst des Liebens, Haben oder Sein, Wege aus einer kranken Gesellschaft.

 

Später sind viele illustre Namen dazu gekommen. Vor einigen Jahren, genau genommen erst gerade vor 25 Jahren hat uns die faszinierende InformationsTechnologie ermöglicht, auf einem PersonalComputer nach und nach alles Schöne und Wertvolle zu sammeln und zu ordnen. Inzwischen hat die IT gewaltige Fortschritte gemacht. Ich konnte nun meine wertvollsten Perlen nach und nach auch in das grosse Netzwerk, in das neue "Nervensystem der Mutter Erde" einfliessen lassen.

 

 

 

Lebe Liebe Lache
Das Königreich der Seele